Die Karwoche in Sahagún 

Die Cofradía von Jesús Nazareno

Unsere „Pasos“

Die Jesuskapelle

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Begrüßung

Herzlich willkommen auf der Website der Cofradia (Bruderschaft)„Jesus aus Nazareth“, eine
Cofradia mit mehr als vier Jahrhunderten Geschichte. Wir würden uns freuen, wenn
diese Seite Ihnen diente, unsere Gewohnheiten und Traditionen, unsere Pasos, unsere Prozessionen und im allgemeinen unsere Karwoche ein bißchen kennenzulernen.
Wir laden Sie ein, Sahagún zu besuchen und unsere Karwoche zu erleben.

Leandro Alvarez Luna

Apoderado del Cargo

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

UN 

Die Karwoche in Sahagún

 

Obwohl die Cofradias seit dem Mittelalter eine einzigartige Bedeutung hatten, scheint es,
daß der Ursprung die römischen Korporationen von gegenseitiger Hilfe waren, die Schutz boten und Beistand leisteten im Falle von wirtschaftlichem Notstand der Mitglieder und die in der Todesstunde die Aufgabe übernahmen, ihnen eine würdige
Beerdigung vorzubereiten, begleitet von den übrigen Cofrades. Diese Brüder gehörten zu denen, die sich COLLEGIA nannten.

Mit den ersten Jahrhunderten des Mittelalters nahmen die Cofradias einen christlichen
Charakter von Brüderlichkeit an, da sie ja unter dem Druck der Kirche geboren sind. Sie haben sich bei der  Abwehr gegen den Feind genauso geholfen sie wie in den sozialen und wirtschaftlichen Angelegenheiten. Um dieser Gemeinschaft beizutreten, war es nötig, daß der neu Getaufte einen Bund mit der Gemeinschaft unterschrieb, der ihn persönlich betraf und band.

Aber neben diesen finanzierbaren Präsentationen tauchten im Leoneser Mittelalter andere Brüderschaften auf, gegründet auf der Basis von beeidigten Verschwörergruppen, die sich dazu verpflichteten, ihre Interessen zu verteidigen auch unter Risiko einer blutigen Auseinandersetzung.

Die zwei bekanntesten Fälle unserer Geschichte sind: Die Brüderschaft von Santiago de Compostela und die von Sahagún.

Während der Königsherrschaft von Doña Urraca , der unglücklichen Tochter des großen Alfonso VI , gab es Fehden zwischen ihren Mitglieder  und den Anhängern ihres zweiten Ehemanns, Alfonso el Batallador, König von Aragón , die die Region von Leon verwüsteten.

 

Zu einer Cofradia zu gehören, bedeutete im Mittelalter bis zur Königsherrschaft der Reyes Católicos sich in einer Gemeinschaft zu befinden, die die die guten Sitten aufrecht erhielt, eine Art Zunft darstellte, die die beruflichen Angelegenheiten ihrer Mitglieder regelte und der Gemeinde am Feiertag des jeweiligen Heiligen diente, indem sie eine Prozession organisierte und den Bedürftigsten der Gemeinde Lebensmittel spendete.

Die Cofradia „Jesus Nazareno“ hat bis heute den Brauch aufrecht erhalten, Brot und Schnaps (orujo) auszuteilen.

In Sahagún haben wir das Glück, Cofradias  seit dem 14.Jh dokumentiert vorzufinden. Ein Dokument von 1352 belegt die Cofradia Nuestra Señora del Puente und eine andere mit dem Namen Santa Maria wird im 15. Jh. Beurkundet.

Bei den spanischen Christen leben die Prozessionen wieder im  Mittelalter auf. Ab 1400 rücken die Prozessionen der Semana Santa immer mehr in de Vordergrund, in der Zeit, in der die Passion des Erlösers in den Mittelpunkt der religiösen Thematik kam.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Jesuskapelle

Sie wurde im 17. Jh. neben San Lorenzo  erbaut, um als Grabstätte für den Licenciado D. Leonardo Perez de Vega  zu dienen , der den Bau dieser Kapelle in Auftrag gegeben hat.

In den letzten Jahren hat sie nach vielen Restaurationen schließlich den aktuellen Zustand erreicht.

Für das wunderschöne Altarbild im Hochaltar der Kapelle hat man Reliefdarstellungen eines anderen Altars benutzt.

1778 war die Kapelle schon im Besitz der Cofradia de Jesús Nazareno, in der sich die Klosterbrüder versammelten und die „Pasos“ aufbewahrt wurden.

Im Moment befinden sich in der Kapelle von Jesús Nazareno das Museum der Karwoche von Sahagún.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Cofradía von Jesús Nazareno

 

Schriftliche Beweise ihrer Existenz, als einer der ältesten von León, liegen seit dem 16. Jahrhundert vor. Ihre Herkunft liegt ohne Zweifel im späten Mittelalter. Während der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, das heißt, während der Herrschaft von Kaiser Karl V. , nannte sie sich " Hospital del Dulce Nombre de Jesús"

Ihre hilfeleistende Arbeit und ihr Gruppencharakter zeigen die ersten Anzeichen dieser sehr alten Cofradía auf. Im Jahre 1652 erläßt Papst Innozenz X. in einem Decretum "allen gläubigen Christen beiderlei Geschlechts und denen, die in Zukunft dieser Cofradía beitreten werden, am Tage ihres Beitritts " ihre Sünden. Das Original des Dokuments ist im Besitz der Cofradía und kann in der Kapelle besichtigt werden.

Im 17. Jahrhundert befindet sich die Cofradía schon in der Kapelle de Jesús , am Fuße der Kirche San Lorenzo gelegen.

Im Laufe dieses Jahrhunderts bestellte die Cofradía nach und nach fast alle "Pasos" für die Karwoche , die meisten dieser "Pasos" stammen aus der kastilischen Schule.

Dank der im Archivo Histórico Privincial von León aufbewahrten Dokumente,Aktbücher und anderer Schriften der Cofradía, können wir ihre Entwicklung bis in die heutige Zeit verfolgen.

Nach den Regeln der Cofradía wird der Abt in Cabildo, das heißt, in der vollen Versammlung aller Cofradía- Mitglieder für vier Jahre gewählt. Weitere Ämter in der Cofradía sind Schatzmeister und Sekretär (mayordomo).

All jene haben versucht, während ihres vierjährigen Mandats oder der Wahrnehmung einer der genannten Aufgaben, die Vergangenheit einer Institution am Leben zu erhalten, deren Wurzeln im Mittelalter liegen, ohne aber die Gegenwart zu vergessen.

Ein Beweis dafür sind die letzten Restaurationen der Pasos und der Kapelle, welche von den Cofrades selbst durchgeführt wurden.

Dank ihrer guten Arbeit kann sich der Besucher  in die traditionellen Feste hineinversetzen und die Kapelle besuchen, in der die Pasos aufbewahrt werden.

Im letzten Jahrzehnt des XX. Jahrhunderts  hat die Cofradía es fertiggebracht, ihre historische Tradition wiederzubeleben, so daß das Osterfest in Sahagún zu einem der wichtigsten in León geworden ist.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

OUR FLOATS

Unsere „Pasos“

 

 

Die Heiligenstatuen, die in der Karwoche in Prozessionen durch die Straßen getragen werden, bilden nach Meinung der Kunsthistoriker  eine der wichtigsten Statuensammlung der Provinz Leon.

 Die großen Bildhauer des 17.Jh.s, Gregorio Fernandez  Diaz de Tududanca etc. sind die Schöpfer der Statuen, die in der Karwoche in Sahagún bei Prozessionen getragen werden.

In den folgenden Links können Sie eine kleine Auswahl unserer Pasos betrachten.

 
Jueves Santo Viernes Santo